15.09.13

Wochenrésumé KW 37

Was habe ich diese Woche gesehen: 
Auch die 2.Staffel Digimon ist nun durch: Hallo Staffel 3! Im Moment genieße ich den Sonntagsfilm 'Ich bin Nummer 4'.
Was habe ich diese Woche gelesen:
Ich hänge noch an der Flammenden. Ansonsten habe ich mich auf der Zugfahrt mit meiner Maxi/Joy weitergebildet.
Was habe ich diese Woche gehört:
Diese Woche möchte ich euch zwei Titel an's Herz legen. Zum Einen wäre das Am Seidenen Faden - Tim Bendzko und zum Anderen The xx - Shelter
Wo bin ich diese Woche gewesen:
Zu Beginn der Woche habe ich meine letzten Stunden für diesen Monat abgearbeitet und startete Donnerstag in meinen wohlverdienten Urlaub. Freitag fuhr ich dann zu meinen Eltern und besichtigte mit diesen schon-einmal die Schule in Heilbronn, in welcher ich nächste Woche mein Praktikum absolvieren werde. Außerdem durfte ich dank der Deutschen Bahn eine Stunde am Nürnberger Bahnhof totschlagen.
Was hat mich diese Woche beschäftigt:
Zukunftspläne. Nach 2 Jahren den Entschluss zu fassen, sein Studium abzubrechen, klingt für die Einen mutig und für die Anderen wahnsinnig. Für mich ist es ein bisschen von Beidem. Es hat mich viel Mut gekostet diese Entscheidung zu treffen und das Wissen bis nächstes Jahr vollkommen in der Luft zu hängen was meine Zukunft angeht macht mich geradezu wahnsinnig. Diese Unsicherheit, diese vielen Möglichkeiten können einem unheimliche Angst einjagen. Aber ich hab fast ein ganzes Jahr Zeit um Pläne zu schmieden, Sachen in Angriff zu nehmen für die ich bisher keine Zeit hatte.
Was war mein schönstes Erlebnis:
War der Moment in dem ich meiner Mama ihre Mitbringsel zusammen mit einer Karte überreicht habe und sie vor Rührung nasse Augen bekommen hat. Ja ich muss sagen, dass hat mich sehr gefreut.





Aufreger der Woche hatte ich leider viel zu viele. Angefangen mit meiner Friseurin die aus 2 Zentimeter gerne 5 macht bis hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln die mich zum ersten Mal in meinem Leben an Freitag den 13. glauben haben lassen. Immerhin hat mich die Deutsche Bahn im Endeffekt vielleicht nicht ganz nach Zeitplan, aber dafür an einem Stück nach Hause gebracht. Zum Glück steht mir für mein Praktikum nächste Woche ein Auto zur Verfügung. Eine Woche Heilbronn mit hörgeschädigten 9.Klässlern inklusive Besuch im Kletterpark. Ich bin gespannt!



10.09.13

die Spinner von der Buchmesse


So ziemlich jeder hat schon-einmal einen gesehen. Sie sind schrill und bunt. Sind meist schon von weitem zu hören und treten fast immer in Gruppen auf. Im Frühjahr in Leipzig, im Spätsommer in Kassel, aber auch außerhalb der Saison sind sie anzutreffen.

Ich spreche von Cosplayern. Für jene unter euch, welche den Begriff zum ersten Mal lesen: Wikipedia bezeichnet es als japanischen Verkleidungstrend, bei welchem Personen aus Anime, Manga, Videospielen und Filmen sowohl optisch, als auch charakteristisch kopiert werden. Mehrere Male im Jahr treffen sie sich bei größeren Veranstaltungen wie der Leipziger Buchmesse, der GamesCom in Köln, oder bei eigens für die Anime/Manga-Fangemeinde stattfindenden Messen wie der Connichi in Kassel. Alles ist erlaubt. Von Frauen die Männer darstellen, Männern in Frauenkleidern, bis hin zum Physiklehrer im Engelskostüm: alles schon dagewesen.
Im Jahr 2004 startete ich, mit einer guten Freundin, auf der Frankfurter Buchmesse mein Debüt auf dem Cosplay-Parkett. Damals noch in dem umfunktionierten Hochzeitskleid meiner Mutter. Vor 4 Jahren trug ich mein letztes Cosplay. Somit komme ich auf 5 Jahre, 24 Cosplays und 10 mehr oder minder große Veranstaltungen.

Doch was ist es, was so fasziniert an den bunten Fantasygeschöpfen?
So ziemlich jeder von uns hat schon-einmal davon geträumt jemand anderes zu sein. Anders auszusehen, einer anderen Personengruppe anzugehören oder eine andere Persönlichkeit zu besitzen. Aber nicht nur das. Plötzlich ist man eine Kriegerin für Gerechtigkeit oder hat einen Puschelschwanz und Hasenohren. Für mich lag die Faszination des Cosplayens darin, mit jedem neuen Cosplay eine neue Seite von mir ausleben zu können, inmitten von zig Anderen die nicht damit beschäftigt waren sich darüber auszulassen, was mit mir nicht stimmen könnte, weil sie genau mit der selben Prozedur beschäftigt waren.
Schwarze Schafe, welche sich zum Beispiel über die Unausgereiftheit mancher Cosplays lustig machen, oder Neider, welche den begabteren Näherinnen unter den Cosplayern ihr Talent missgönnen, gibt es wie in jeder anderen Community auch hier. Nimmt man sich da allerdings raus, ist es ein spaßiges Hobby, welches viele, auch von meinen damaligen Kumpaninnen, auch über das Teenager-alter betreiben.  


Seid ihr schonmal Cosplayern begegnet, habt euch mit ihnen Unterhalten, oder wart sogar selbst einer? Wie steht ihr den Leuten gegenüber? Mich würde eure Meinung zum Thema sehr interessieren!



08.09.13

Ich geh solo - mio dio


Es ist Dienstag. Kinotag. Entgegen der herkömmlichen 9 Euro kostet das Kino heute einmal stolze 50 Cent weniger als an anderen Tagen. Die Filmauswahl ist dürftig: ein paar Liebesschnulzen, eine Dokumentation über das abgedrehte Sexualleben einer jungen Dame, ein paar Fantasystreifen. Nicht unbedingt etwas dabei, was einen für 8,50 in das Kino treibt.
Mittendrin: Ich. Mit einer Packung Lakritz-Brezeln und einer Flasche Billig-Mate.

Manche bezeichnen es als Spleen, andere würden mich vielleicht auch als MOF bezeichnen. Aber für mich ist das Entspannung pur.
Ja, genau: Ich bin diejenige, die Abends alleine im Kino sitzt, die Mittags im Cafe mit einem Stück Kuchen und einem Pott Kaffee andere Menschen beobachtet und die am Liebsten solo durch die Shoppingpassagen zieht. Dabei kann man in keinem Fall sagen, dass ich keine grandiosen Freunde hätte die das alles mit mir machen würden, nein ganz im Gegenteil.
"Was machst du heute noch so?"
"Ach ich fahr nach Chemnitz etwas bummeln."
"Alleine oder was?"
"Ja, nur mal ein bisschen rumschauen.
"Ohje, soll ich mitkommen?"
Die Meisten denken dann, ich mache eine schwierige Phase durch, oder mir geht es nicht gut, oder ich habe niemanden gefunden der mit mir weg fährt. Aber eigentlich ist das ein völlig normales Hobby für mich. So wie Andere gerne Stunden am PC zocken, oder meinetwegen auch gerne Stricken, mache ich gerne Unternehmungen mit mir selbst. Ich gönne mir etwas Zeit mit mir.
Heute vielleicht ein schlechter Fantasyfilm oder ein Ausflug nach Leipzig zu Dunkin Donuts.
Das war aber nicht immer so. Wenn ich früher ins Kino gegangen bin konnten es nie genug Leute sein die eine Reihe füllen. Im Schwimmbad nahmen wir immer den meisten Platz der Liegewiese ein.
Angefangen hat das alles mit Beginn meines Studiums. Weil ich hier, besonders in den Semesterferien, oft die Einzige war die aufgrund ihrer Arbeitsstelle nicht heimfahren konnte, musste ich mich ja irgendwie beschäftigen.

Wie denkt ihr darüber? Was für Gedanken schießen euch durch den Kopf wenn ihr jemanden alleine im Kino oder im Restaurant sitzen seht?